"Die Lahn ist in Gefahr", wie ein Zeitungsartikel in der Rhein-Lahn-Zeitung und der Nassauischen Presse ihren Lesern weiß machen will. Wer das behauptet, verfolgt möglicherweise Ziele, die wirklich niemand will.
Die Lahn verdankt ihre reiche Artenvielfalt ihrer sehr guten Wasserqualität. Selbst in trockenen Sommern sorgen die 24 Staustufen mit ihren Schleusen für ausreichend Bewegung und Sauerstoff im Wasser. Das macht den Fluss zu einem perfekten Lebensraum für zahlreiche Fischarten wie z. B. Karpfen, Schleie, Hechte, Zander, Welse, Döbel, Aale, Brassen, Barsche und viele andere Arten. Der im Zeitungsartikel beschriebene Rückgang der Fischebestände in der Lahn liegt womöglich an der Vielzahl von Hobbyanglern, sowie Kormoranen, Graureiher und Eisvögel. Dort, wo diese drei Arten Vögel auftreten, muss es ausreichend Fische geben.
Die Bundesanstalt für Gewässerkunde hat von der Quelle bis zur Mündung an 56 Stellen Wasser- und Sedimentproben entnommen und auf Schadstoffe untersucht. Frau Dr. Ute Feiler berichtete auf einer Online-Konferenz des Hessischen Umweltministeriums, dass die Wasserqualität der Lahn nicht belastet sei und man sogar unbedenklich baden könne. Zum Schwimmen und Baden wird die Lahn schon immer von oben bis unten, von Klein bis Groß, rege genutzt.
"Reißt die Wehre nieder", wie einige uneinsichtige Zeitgenossen fordern (Grund: DIe Lahn soll Fließgewässer für Lachse werden), würde die Lahn zu einem Rinnsal verkommen. Der Lebensraum für Fische, Wasservögel und andere dem Wasser zugetane Tiere und natürlich dem Menschen gingen verloren.
Die Schönheit der Lahn unterstreicht die Bedeutung von Umweltschutz und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Lebensräumen. Sie zeigt eindrucksvoll, dass Naturerlebnisse, Wassersport und Erholung miteinander verbunden sein können. Um die einzigartige Lahn in ihrem jetzigen Zustand zu bewahren, ist es wichtig, sie vor unnötigen Eingriffen zu schützen und ihre historische Bedeutung als Wasserstraße zu respektieren.